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Kämpfen wie ein Gentleman

come-on.de am 21.12.17

Am Stoßkissen sammelten die Schüler erste Erfahrungen mit dem ungewohnten Sportgerät. Foto: Bender

Altena -  Beim Sporttag hatten Sekundarschüler der Klassen acht bis zehn Gelegenheit, neue Sportarten kennenzulernen – darunter auch Degenfechten.

Möglich gemacht hatte das Knut Behrens, Pflegschaftsvorsitzender der Klasse 5a. Sein Sohn Levin-Ole ist Degenfechter beim TSV Hagen und brachte gestern seinen Mannschaftskameraden Marius Auerswald und Trainer Moritz Schuhmacher mit nach Altena.

In der Pausenhalle wurde die 14 Meter lange Fechtbahn aufgebaut, auf der die beiden Sportler zunächst mit einem kleinen Schaukampf zeigten, worum es beim Fechten eigentlich geht. Dann wurden die Schüler, die sich für diese Sportart entschieden hatten, behutsam an ihren ersten Kampf herangeführt.

„Das ist ein Sport für Gentleman“ war die erste und wichtigste Regel, die sie lernten.

Anschließend ging’s an den Tennisball. Mit dessen Hilfe wurde die für das Fechten so wichtige Koordination von Beinen und Armen trainiert. Andere übten am Stoßkissen den Umgang mit dem Degen.

Fechten war nicht die einzige Sportart, die Sekundarschüler gestern ausprobieren konnten. Für die gesamte Schule stand am vorletzten Tag vor den Ferien Spiel und Bewegung auf dem Plan. Die Unterstufenschüler trafen sich in der Nachrodter Lennehalle, wo „Wintergames“, eine lustige Alternative zu den herkömmlichen Bundesjugendspielen, darstellte. Auch Prellballturniere wurden für die Altersklasse angeboten, und zwar in der Turnhalle des Nachrodter Schulstandortes.

Breit gefächert war das Angebot für die Acht- bis Zehntklässler: Sie hatten die Wahl zwischen 17 verschiedenen Sportarten. Fechten war nicht der einzige Exot: Sie konnten sich auch für Jonglieren, Yoga und Wikingerschach entscheiden. Letzteres ist ein vor allem in Skandinavien weitverbreitetes Wurfspiel auf einem acht mal fünf Meter großem Feld.

Für einige Aktionen mussten die Schüler reisen – zum Beispiel zur Kletterhalle im Gewerbepark Rosmart, zur Eishalle am Iserlohner Seilersee oder zu einer Trampolinhalle in Dortmund.

„So ein attraktives Angebot kann man nur mit vielseitig ausgebildeten Lehrern und starken Partnern anbieten“, betonte Schulleiterin Anne Rohde und dankte Sportvereinen wie dem Boxclub und den TSV-Bogenschützen und auch gewerblichen Sponsoren wie der Tanzschule Diembeck, dem Physiotherapeuten Jacob Steinkusz, der Kletterwelt und der Firma Schmitz, die eine Lautsprecheranlage für der Beschallung der Wintergames zur Verfügung stellte.

Sekundarschüler für ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet

Quelle: come-on.de am 15.12.17 

Saraniya Selvendran, Ann-Kathrin Tuleja, Michelle Mickoleit, Dr. Rita Rüth, Ursula Panke, Leonid Idrizaj, Noelani Gasso Romero und Barbara Ricker (v.l.) trafen sich zur Übergabe der Zertifikate.
© Klaus

Altena - Das Ehrenamt hat es nicht leicht. Vereine  beklagen seit längerem einen Rückgang des caritativen Engagements. Umso erfreulicher ist es dann, wenn sich fünf Jugendliche bereit erklären, in ihrer Freizeit regelmäßig mit den Bewohnern des Ellen-Scheuner-Hauses Zeit zu verbringen.

Dafür wurden sie jetzt mit Zertifikaten ausgezeichnet.

Seit einem Jahr kommen Saraniya Selvendran, Ann-Kathrin Tuleja, Michelle Mickoleit, Leonid Idrizaj und Noelani Gasso Romero für mindestens zwei Stunden in der Woche ins Altenwohnheim Ellen-Scheuner-Haus, um dort gemeinsam mit den Bewohnern zu malen. „Es geht darum, dass die Jugendlichen kreativ mit den Bewohnern arbeiten. Sie sollen lernen, sich auf ältere Menschen einzulassen“, sagt Ursula Panke, Organisatorin der Aktion und Bürgerpreisträgerin.

Die Malgruppe, in der sich Jugendliche engagieren können, besteht bereits seit zehn Jahren. Gestartet wurde das Projekt mit der Hauptschule und wird jetzt mit der Sekundarschule weitergeführt. Dr. Rita Rüth, zweite stellvertretende Bürgermeisterin, hielt die Laudatio auf die 15- und 16-Jährigen.

Zertifikat ist wertvolle Ergänzung der Bewerbungsunterlagen

„Ich habe gehört, ihr wart alle sehr gelehrig, freundlich und habt euch sehr gut angestellt“, richtete sie das Wort an die Jugendlichen, die in Begleitung ihrer Eltern im Ellen-Scheuner-Haus erschienen waren. Das Ehrenamt solle nicht nur Spaß machen, sondern auch allen Beteiligten etwas bringen, sagte Rüth. So sei das Zertifikat, das die ehrenamtliche Arbeit der Schüler nachweist, eine wertvolle Ergänzung der Bewerbungsunterlagen.

„Es ist gut für den Arbeitgeber zu wissen, dass der Bewerber auch nach rechts und links schaut und sich sozial engagiert“, sagte Rüth. So bekamen sie im vergangenen Jahr einen Einblick in die seelischen und körperlichen Besonderheiten der Bewohner des Wohnheims. „Durch eure Arbeit habt ihr auch euer Verantwortungsbewusstsein weiterentwickelt“, sagte Rüth. Gemeinsam mit den Bewohnern, den Eltern sowie den Organisatoren des Projekts ließen die Schüler den Nachmittag bei Stollen und Gebäck ausklingen.

Informationstag für Viertklässler

Schnupperunterricht an der Sekundarschule am Holensiepen

come-on.de am 28.11.17 

Welche Milch eignet sich wohl am besten für einen leckeren Shake? Frische Vollmilch natürlich.
© Wieschmann

Nachrodt-Wiblingwerde -  Anstatt mit Pauken und Trompeten haben die Schüler der Sekundarschule am Holensiepen ihren Informationstag für alle Viertklässler aus den Grundschulen in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde mit Tanz und Trommeln eröffnet. Rund 50 Kinder, Eltern und Verwandte konnten in das Unterrichtsangebot reinschnuppern und sich einen Überblick darüber verschaffen, was die Bildungseinrichtung noch alles zu bieten hat.

Wer sich für die Sekundarschule entscheidet, wird im Laufe der Jahre ein konkretes Profil aus vier Bereichen entwickeln können. Die sogenannten MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, gehören ebenso dazu, wie Darstellen & Gestalten, Französisch und Hauswirtschaft.

Für Letzteres hatten sich die zukünftigen Fünftklässler mit der Frage auseinandergesetzt, welche Milch sich wohl am besten für einen leckeren Shake eignen würde. Die Antwort: frische Vollmilch.

Als die beiden Lehrerinnen Sabine Schütte und Laura Buschmann dann auch noch wissen wollten, warum dies so sei, flogen die Hände der Kinder nur so in die Höhe. „Weil sie gesünder als alle anderen ist“, so die einfache Erklärung und sich im Preis kaum von der H-Milch unterscheide.

Kulinarisch wurde auch im Fremdsprachen-Unterricht einiges geboten. Ein landestypischer Crêpes, die Tour de France und ein passendes Würfelspiel boten eine spielerische Form der Landeskunde und einen ersten Einblick in den Französischunterricht an.

Mit einer abgespeckten Form des kartesischen Tauchers versuchten Anke Abel und Vasko Tancev das Interesse für den Physik-Unterricht zu wecken. Aus einer mit Wasser gefüllten Flasche, einem gebogenen Strohhalm und Büroklammern wurde so eine Mischung aus Spielzeug und Messgerät.

Die Liste dessen, was die Sekundarschule im Ganztagsbetrieb auf die Beine stellt, ist lang: Neben den vielen AGs, stellten sich auch noch der Förderverein, die Schulsozialarbeit und mit dem Berufskolleg für Technik in Lüdenscheid ein Kooperationspartner vor.

Denn nach einem Abschluss in der Klasse 10 stehen den Schülern mit einer Ausbildung, dem Wechsel auf ein Berufskolleg oder in die gymnasiale Oberstufe gleich drei Wege offen.

„Wir verstehen uns als eine Schule für alle und arbeiten inklusiv“, fasst Schulleiterin Anne Rohde das Konzept zusammen. Kinder mit allen Schulempfehlungen seien willkommen.